Trekking in Island?
Nach dem unser Trip nach Nepal schon fast ein Jahr her ist, wird es wieder Zeit für einen neuen Trip. Wir fassen momentan Island ins Auge. Geplant ist ein Trip von rund 2 Wochen Anfang August. Tja warum ausgerechnet Island? Warum sich freiwillig im Sommer den Allerwertesten abfrieren und die Finanzkrise live anschauen? Der Hauptgrund liegt nicht etwa in den zig Schafen, sondern wer hätte es gedacht an der beeindruckenden Natur und Landschaft in Island.
Geplant ist eine kleine Rundreise mit einem 4-6 tägigen Trekking? Hat jdm Ideen für gute Routen? Welche der Klassiker sind in? In den kommenden Wochen werden wir ma schauen, dass wir hier die grobe Planung und interessante Informationen veröffentlichen.
Erfahrungsbericht Annapurna Circuit – Wanderung rund um den Annapurna
Eine kleine Zusammenfassung unserer Trekkingtour:
Vorab schon mal: Ich bin immer noch hin und weg von der wunderschönen Natur im Himalaja-Gebirge: einige der höchsten Berge der Welt um sich zu haben, weit und breit nur Natur pur, kleine Bergdörfchen, Packesel, abwechslungsreiche Trekkingwege, wunderschöne Ausblicke, Wasserfälle, von grünen verwachsenen Gegenden über regelrechte Rhododendronwäldern hin zu den kargen Landschaften auf 4.000 Meter,… einfach nur der Hammer!
Aber jetzt mal von vorne: Unsere Reise (und damit für mich zumindest der schwierigste und nervenaufreibenste Teil der Strecke) begann in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. Von dort ging es nämlich mit einem Bus – oder was der Nepalese so unter einem Bus versteht, also ein ziemlich verrostetes großes fahrendes Ding – über enge Straßen nach Besisahar, dem Ausgangspunkt des Treks.
Nun lagen 17 Tage Trekken vor uns!
Unsere Trekking-Stationen im Überblick:
Besisahar à Jagat:
Bei mäßigem Wetter und eher schlechter Sicht bewältigten wir unseren 1. Tag, ziemlich geschlaucht, aber auch überwältigt kamen wir an unserem Tagesziel dem Steindörfchen Jagat an, rechtzeitig bevor es zu schütten begann. Da das Wasser nur durch Solarzellen gewärmt wurde, ging’s also unter die eiskalte Dusche (daran gewöhnten wir uns aber schnell).
Jagat à Dharapani (1920 Meter):
Unser 1. typischer Trekkingtag sah so aus: 5.45 Aufstehen, 7 Sachen zusammenpacken, Frühstücken und auf den Weg! Die Strecke von Jagat nach Dharapani ist schön und zum Teil sehr steil, aber sehr schön, nun befinden wir uns so langsam im gebirgigen Gefilde. Um ca. 16.20 kommen wir in Dharapani an.
Dharapani à Chame (2710 Meter):
Diese Nach hat’s mich erwischt und es soll sich auch nicht so schnell ändern: Magen-Darm-Infekt… Aber was soll’s, davon lassen wir uns das Trekken nicht verderben!
Den Vormittag geht es erst stetig bergauf und dann wird es ziemlich steil und über Stock und Stein, das macht Spaß!
Gegen Mittag wird das Gelände flacher und wir erreichen voller Vorfreude auf das Internetcafe Chame.
Chame à Pisang (3200 Meter)
Bei super Wetter und toller Sicht nehmen wir heute den Weg nach Pisang in Angriff, wir bewundern u.a. den Annapurna II J
Gegen Abend merken wir die Höhe von 3200 Meter es wird ziemlich kalt und auch diesen Abend sitzen wir dank unseren Stirnlampen nicht im Dunkeln trotz der vielen Stromausfälle.
Pisang à Manang (3570 Meter):
Bis zu einem fantastischen Aussichtspunkt geht es erstmal 300 Höhenmeter hinauf, wir können bspw. Annapurna II, III und IV sehen, den Tilicho!
Der Rest der Strecke ist eher flach oder hat nur leichte Anstiege. In Manang angekommen, gibt’s eine Ortserkundung und einen Abstecher ins Internetcafe, unglaublich auf 3570 Metern Höhe, kein warmes Wasser aber Internet
Draußen zieht das Wetter zu: Schneeregen. Wir sind so froh, über unsere warmen Schlafsäcke!
Manang:
Heute ist ein Akklimatisationstag angesagt. Aber es kommt alles anders als gedacht. Mein Freund hat heute die typischen Anzeichen der Höhenkrankheit: Übelkeit, Frieren, Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Probleme und vor allem ist er mega k.o. An Wanderungen rund um Manang, die eigentlich vorgesehen waren, ist nicht zu denken. Deshalb ist heute klar, dass wir noch einen Tag länger in Manag bleiben, da wir morgen auf keinen Fall weiter aufsteigen können.
Manang:
Heute können wir Wanderungen rund um Manang angehen, ein höhergelegenes Kloster ist das erste Ziel und man spürt die Höhe nun doch beträchtlich: das Wandern wird schwieriger, das Schnaufen heftiger und Man muss schon ab und an Pausen einlegen. Die 2. Wanderung am Tag führt uns zu einem nahe gelegenen See mit Blick auf den Gletscher, sehr cool. Nachmittags haben wir uns noch einen Infoveranstaltung im Medical Center zum Thema Höhenkrankheit angehört, diese findet täglich statt um die Trekker aufzuklären, da es jedes Jahr auch auf dem Annapurna Circuit Todesopfer aufgrund der Höhenkrankheit gibt. Sehr empfehlenswerte Veranstaltung auf alle Fälle.
Manang à Pisang
Schweren Herzens entscheiden wir uns den Rückweg anzutreten, die Symptome bei meinem Freund sind trotz Einnahme von Diamox und 2 Tagen in Manang wieder zurückgekehrt. Im ersten Moment sind wir enttäuscht, aber im Nachhinein gesehen ist es gar nicht tragisch, beim Rückweg entdecken wir ganz neue Sachen, nehmen andere Routen und nehmen uns dann den Circuit von der anderen Seite nochmals vor.
Pisang à Temang
Kommen bergab sehr gut und schnell voran und unser Zustand ist wieder super!
Das Abendessen war hier besonders cool: Alles Gemüse wird nach unsrer Bestellung kurz aus dem Garten und vom Nachbar organisiert
Temang à Chamje
Auch bergab kann’s ganz schön anstrengend sein, Waden- und Oberschenkeln spüren wir heut ganz deutlich! In Chamje haben wir beste Aussicht auf einen Wasserfall.
Chamje à Bulebule
Ziemlich beschwerlicher und langer Weg liegt heute vor uns, aber es ist unser letzte Etappe bevor wir von Pokhara aus den Annapurna Circuit von der anderen Seite lostrekken.
Bulebule à Pokhara
Heute wandern nur ca. 3 Stunden dann kommen wir an unserem Ausgangsort in Besisahar an, von dort geht es mit dem Bus nach Pokhara.
Pokhara à Landruk
Jetzt wartet der Poonhill-Trek auf uns, ein Rundtrek, der den Annapurna Circuit von der anderen Seite aufrollt.
Es ist unglaublich wie anders die Landschaft hier ist, es ist viel grüner, richtig dschungelartig und das Trekken ist mit sehr vielen Stufen versehen.
Landruk à Tadapani
Heute sind Treppen angesagt, zuerst geht’s 30 Minuten bergab ins Tal, über eine Brücke und dann über 2 Stunden Trepphoch. Da kommen uns Schulkinder entgegen, die das jeden Tag als Schulweg haben, puh. Die Sicht ist leider nicht so toll und das wird auch die nächsten Tage so bleibe, zum Glück hatten wir schon super Aussicht auf dem Annapurna Circuit. Auch mittags geht’s wieder Treppab, relativ gesehen bewältigen wir heut 1.300 Höhenmeter.
Tadapani à Ghorepani
Auch heute gibt’s wieder Treppen, aber die Landschaft ist einfach superschön und die Sicht schon etwas besser. Gegen Mittag kommen wir in regelrechte rotblühende Rododendronwälder, einfach nur genial! Da es heute magenmäßig unserer Guide erwischt at, kommen wir heute etwas langsamer voran.
Heute genießen wir nach langem Warten und mit großem Hunger unser bestes Dhal Bat Set des Urlaubs!
Ghorepani à Birethani
Heute heißt es schon um 4 Uhr aufstehen, da wir den Sonnenaufgang am Poonhill bewundern wollen. Also geht’s bergauf mit vielen anderen Trekkern. Die Sicht ist aber auch heute leider nicht so gut, aber bspw. Annapurna I und South gibt’s zu bewundern. Der Weg nach Birethani beginnt sehr schön und abwechslungsreich, auf dem Weg von Ulleri und Tike gibt es aber 3.280 Treppen bergab zu bewältigen, natürlich alle irgendeine Größe, Breite, Tiefe,…ziemlich anstrengend für die Oberschenkel und meine anfälligen Knie machen da nicht so mit. Aber mit einem kleinen Aufbausaft geht’s dann auch weiter
Birethani à Pokhara
Am nächsten Morgen dann nur noch 30 Min laufen, dann in ein Taxi und zurück nach Pokhara und das war’s dann auch schon mit dem Trekken.
Alles in Allem ein superschöner Trek mit vielen tollen, unvergesslichen Erfahrungen, Begegnungen und Aussichten!
Zeremonie am Ganges (Varanasi)
Kleiner Ausschnitt einer Zeremonie die allabendlich am Ganges (Main Ghat) stattfindet. Tja, den Namen weiß ich gerade leider nicht mehr, wenn er mir wieder einfällt schreibt ich ihn noch hin … falls von euch jdm. den Namen weiß einfach bitte kurz einen Hinweis in den Kommentaren (Danke!).
Tigerausrottung in Nepal
tja wir hatten leider nicht das Vergnüngen bei unseren Safaris im Chitwan National Park einen Tiger live zu erleben. Laut eines Artikels wird das wohl auch immer schwieriger. Die Anzahl der Tiger im Shuklaphanta Wildlife Reservats ist in den letzten Jahren um rund 70 Prozent gesunken (ziemlich krasse Zahl). Und das ganze wohl nur, weil ein paar Schmuggler und Räuber immer noch nicht kapiert haben was sie eigentlich kaputt machen…
Trekkingtour in Nepal buchen
Prinzipiell gibt es drei verschiedene Varianten um sich eine Tour in Nepal zu sichern (ok wahrscheinlich noch x mehr).
Variante 1: Buchung der Tour von Deutschland aus
Vorteil ist das es aus organisatorischer Sicht sicherlich die einfachste Variante ist. Man geht in ein Reisebüro und bucht einfach die gewünschte Tour. Das ganze sollte in ein paar Minuten erledigt sein. Meistens bekommt man noch einen deutschen Reiseleiter obendrein, was die Sache vor Ort noch eine Ecke einfacher macht. Die Gruppengröße bei Reiseanbietern wie Hauser sind meisten um die 8-12 Teilnehmer. Größter Minuspunkt bei der Geschichte ist, dass die Kosten relativ hoch sind… (das gute Geld)
Variante 2: Buchung über das Internet bei Reiseanbietern in Nepal
Dem Internet sei Dank, mit einem Mausklick ist man in Nepal und kann sich dort eine passende Agency suchen. Hauptproblem in diesem Fall ist, dass es verdammt schwierig (wenn nicht ausgeschlossen ist) einen seriösen Anbieter zu finden. Es gibt es eine Menge Anbieter (einfach mal nach „Trekking in Nepal“ googlen), deren Angebote sich ziemlich ähneln. Vorteil ist, dass der Agency sich um alles kümmert, der holt einen vom Flughafen ab, besorgt das Hotel für die ersten Nächte und organisiert Träger und Guide. Zwar steigt das Risiko ein bisschen, dass man nicht genau das bekommt was man gebucht hat, aber aus meiner Sicht lohnt sich das Risiko, die Kosten sinken auf etwa die Hälfte von Variante 1. Die Gruppengröße liegt zwischen 1- 12 je nach Wunsch.
Variante 3: Buchung vor Ort
Wenn man eh in Kathmandu oder Pokhara mit der Tour startet kann man sich den Akt sparen und direkt in den Orten die Tour sich organisieren. In beiden sitzen zig Agencies die fast alle Touren anbieten (vor Ort kann man dann auch noch ein bisschen feilschen). Mit ein bisschen Glück kommt man so auch direkt an Guides und Träger ran, womit man sich die Gebühr für den Reiseagenten sparen kann.
Wir haben uns für Variante zwei entschieden und sind damit ganz gut gefahren. Die Preisersparnis (arme Studenten) war für uns ausschlaggebend…
Südwand des Annapurnas weiterhin unbestiegen…
Ueli Steck und Simon Anthamatten wollten im vergangenen Monat die Erstbesteigung schaffen, mussten aber leider aufgrund einiger Zwischenfälle und der einsetzenden Monsunsaison das vorhaben abbrechen. Steck und Anthamatten beteiligten sich an einer Rettungsaktion für den Spanier Iñaki Ochoa de Olza der beim Abstieg kollabierte. Leider blieb der Versuch erfolglos, zwar erreichte Steck trotz schlechter Witterung den Spanier, die mitgebrachten Medikamente konnten aber leider keine Besserung herbeiführen, so dass der Spanier dennoch starb.
Die Rettungsaktion kostet soviel Kraft, dass ein erneueter Aufstieg nicht mehr möglich war. Als Erfolg nehmen die beiden dennoch die Erstbegehung in der Tengkampoche Nordwand mit.
Somit bleibt die Südwand weiterhin unbestiegen.
240 Jahre Monarchie gehen in Nepal zu Ende…
nach einem knappen viertel Jahrtausend endet die Monarchie in Nepal. Die Verfassungsversammlung hat die Republik ausgerufen und König Gyanendra muss in den kommenden Tagen aus seinem Palast in Kathmandu ausziehen und sich eine neue Bleibe suchen.
Dennoch gibt es auch noch ein paar politische Problemchen, die Regierungsbildung ist fürs erste gescheitert da man sich über die Spitzerämter noch nicht einigen konnte.
Spannend bleibt abzuwarten ob es mit den Maoisten an der Macht demokratischer zu geht als bisher…
Tourismus im Himalaja
Heute morgen habe ich zwei ganz interessante Artikel auf Spiegel Online rund um den Himalaja gelesen.
Die Probleme mit dem Müll in den Bergen haben wir auch schon auf dem Circuit teilweise zu Gesicht bekommen. Dort sehe ich aber das Hauptproblem darin, dass die Einheimischen bis dato mit den “modernen” Plastikverpackungen noch nicht richtig umgehen können. Uns kam es auf der Runde so vor, dass die Nepalesen selbst mehr “unverrottbaren” Müll in die Natur geworfen hätten wie die Touris. Aber letztenendes gibt es ja die Plastikverpackungen auch nur wegen den Touris …
Oft wird der Müll dann auch einfach verbrannt, egal aus was er besteht.
Hier noch die Link zu den beiden Artikeln:
Poon Hill – Ghorepani – Sonnenaufgang auf 3210m
So schaut der Sonnenaufgang in Poonhill auf etwa 3200m aus. Man sollte sich morgens schon relativ früh auf die Socken machen. Der Aufstieg von der Unterkunft dauert ca. 45min und im April geht die Sonne schon um ca. 5:30 Uhr morgens auf.
Bei uns war der Blick leider ein wenig verschleiert. Im Herbst, nach dem Monsun, soll die Aussicht aber gigangtisch sein. Wir konnten immerhin die Schatten der ganzen 8000er erkennen.
Auf dem Videoclip vom Aussichtsberg Poonhill sieht man das wunderschöne 360 Grad Himalaya Panorama. Auf der Höhe von 3200m hat man Blick auf Annapurna 1 (8,091m), Dhaulagiri (8,167m), Nilgiri South und und noch ein paar andere “Bergchen”.
Phewa Lake – Pokhara See
Heute mal ein kleiner Videoclip von Phewa Lake in Pokhara. War ganz nett dort beim Sonnenuntergang zu sitzen und die Leute zu beobachten die gerade zum hinduistischen Tempel mit dem Boot fuhren.