Nepal India Trekking



Erfahrungsbericht Annapurna Circuit – Wanderung rund um den Annapurna

Eine kleine Zusammenfassung unserer Trekkingtour:

Vorab schon mal: Ich bin immer noch hin und weg von der wunderschönen Natur im Himalaja-Gebirge: einige der höchsten Berge der Welt um sich zu haben, weit und breit nur Natur pur, kleine Bergdörfchen, Packesel, abwechslungsreiche Trekkingwege, wunderschöne Ausblicke, Wasserfälle, von grünen verwachsenen Gegenden über regelrechte Rhododendronwäldern hin zu den kargen Landschaften auf 4.000 Meter,… einfach nur der Hammer!

Aber jetzt mal von vorne: Unsere Reise (und damit für mich zumindest der schwierigste und nervenaufreibenste Teil der Strecke) begann in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. Von dort ging es nämlich mit einem Bus – oder was der Nepalese so unter einem Bus versteht, also ein ziemlich verrostetes großes fahrendes Ding – über enge Straßen nach Besisahar, dem Ausgangspunkt des Treks.

Nun lagen 17 Tage Trekken vor uns!

Unsere Trekking-Stationen im Überblick:

Besisahar à Jagat:

Bei mäßigem Wetter und eher schlechter Sicht bewältigten wir unseren 1. Tag, ziemlich geschlaucht, aber auch überwältigt kamen wir an unserem Tagesziel dem Steindörfchen Jagat an, rechtzeitig bevor es zu schütten begann. Da das Wasser nur durch Solarzellen gewärmt wurde, ging’s also unter die eiskalte Dusche (daran gewöhnten wir uns aber schnell).

Jagat à Dharapani (1920 Meter):

Unser 1. typischer Trekkingtag sah so aus: 5.45 Aufstehen, 7 Sachen zusammenpacken, Frühstücken und auf den Weg! Die Strecke von Jagat nach Dharapani ist schön und zum Teil sehr steil, aber sehr schön, nun befinden wir uns so langsam im gebirgigen Gefilde. Um ca. 16.20 kommen wir in Dharapani an.

Dharapani à Chame (2710 Meter):

Diese Nach hat’s mich erwischt und es soll sich auch nicht so schnell ändern: Magen-Darm-Infekt… Aber was soll’s, davon lassen wir uns das Trekken nicht verderben!

Den Vormittag geht es erst stetig bergauf und dann wird es ziemlich steil und über Stock und Stein, das macht Spaß!

Gegen Mittag wird das Gelände flacher und wir erreichen voller Vorfreude auf das Internetcafe Chame.

Chame à Pisang (3200 Meter)

Bei super Wetter und toller Sicht nehmen wir heute den Weg nach Pisang in Angriff, wir bewundern u.a. den Annapurna II J

Gegen Abend merken wir die Höhe von 3200 Meter es wird ziemlich kalt und auch diesen Abend sitzen wir dank unseren Stirnlampen nicht im Dunkeln trotz der vielen Stromausfälle.

Pisang à Manang (3570 Meter):

Bis zu einem fantastischen Aussichtspunkt geht es erstmal 300 Höhenmeter hinauf, wir können bspw. Annapurna II, III und IV sehen, den Tilicho!

Der Rest der Strecke ist eher flach oder hat nur leichte Anstiege. In Manang angekommen, gibt’s eine Ortserkundung und einen Abstecher ins Internetcafe, unglaublich auf 3570 Metern Höhe, kein warmes Wasser aber Internet ;-)

Draußen zieht das Wetter zu: Schneeregen. Wir sind so froh, über unsere warmen Schlafsäcke!

Manang:

Heute ist ein Akklimatisationstag angesagt. Aber es kommt alles anders als gedacht. Mein Freund hat heute die typischen Anzeichen der Höhenkrankheit: Übelkeit, Frieren, Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Probleme und vor allem ist er mega k.o. An Wanderungen rund um Manang, die eigentlich vorgesehen waren, ist nicht zu denken. Deshalb ist heute klar, dass wir noch einen Tag länger in Manag bleiben, da wir morgen auf keinen Fall weiter aufsteigen können.

Manang:

Heute können wir Wanderungen rund um Manang angehen, ein höhergelegenes Kloster ist das erste Ziel und man spürt die Höhe nun doch beträchtlich: das Wandern wird schwieriger, das Schnaufen heftiger und Man muss schon ab und an Pausen einlegen. Die 2. Wanderung am Tag führt uns zu einem nahe gelegenen See mit Blick auf den Gletscher, sehr cool. Nachmittags haben wir uns noch einen Infoveranstaltung im Medical Center zum Thema Höhenkrankheit angehört, diese findet täglich statt um die Trekker aufzuklären, da es jedes Jahr auch auf dem Annapurna Circuit Todesopfer aufgrund der Höhenkrankheit gibt. Sehr empfehlenswerte Veranstaltung auf alle Fälle.

Manang à Pisang

Schweren Herzens entscheiden wir uns den Rückweg anzutreten, die Symptome bei meinem Freund sind trotz Einnahme von Diamox und 2 Tagen in Manang wieder zurückgekehrt. Im ersten Moment sind wir enttäuscht, aber im Nachhinein gesehen ist es gar nicht tragisch, beim Rückweg entdecken wir ganz neue Sachen, nehmen andere Routen und nehmen uns dann den Circuit von der anderen Seite nochmals vor.

Pisang à Temang

Kommen bergab sehr gut und schnell voran und unser Zustand ist wieder super!

Das Abendessen war hier besonders cool: Alles Gemüse wird nach unsrer Bestellung kurz aus dem Garten und vom Nachbar organisiert ;-)

Temang à Chamje

Auch bergab kann’s ganz schön anstrengend sein, Waden- und Oberschenkeln spüren wir heut ganz deutlich! In Chamje haben wir beste Aussicht auf einen Wasserfall.

Chamje à Bulebule

Ziemlich beschwerlicher und langer Weg liegt heute vor uns, aber es ist unser letzte Etappe bevor wir von Pokhara aus den Annapurna Circuit von der anderen Seite lostrekken.

Bulebule à Pokhara

Heute wandern nur ca. 3 Stunden dann kommen wir an unserem Ausgangsort in Besisahar an, von dort geht es mit dem Bus nach Pokhara.

Pokhara à Landruk

Jetzt wartet der Poonhill-Trek auf uns, ein Rundtrek, der den Annapurna Circuit von der anderen Seite aufrollt.

Es ist unglaublich wie anders die Landschaft hier ist, es ist viel grüner, richtig dschungelartig und das Trekken ist mit sehr vielen Stufen versehen.

Landruk à Tadapani

Heute sind Treppen angesagt, zuerst geht’s 30 Minuten bergab ins Tal, über eine Brücke und dann über 2 Stunden Trepphoch. Da kommen uns Schulkinder entgegen, die das jeden Tag als Schulweg haben, puh. Die Sicht ist leider nicht so toll und das wird auch die nächsten Tage so bleibe, zum Glück hatten wir schon super Aussicht auf dem Annapurna Circuit. Auch mittags geht’s wieder Treppab, relativ gesehen bewältigen wir heut 1.300 Höhenmeter.

Tadapani à Ghorepani

Auch heute gibt’s wieder Treppen, aber die Landschaft ist einfach superschön und die Sicht schon etwas besser. Gegen Mittag kommen wir in regelrechte rotblühende Rododendronwälder, einfach nur genial! Da es heute magenmäßig unserer Guide erwischt at, kommen wir heute etwas langsamer voran.

Heute genießen wir nach langem Warten und mit großem Hunger unser bestes Dhal Bat Set des Urlaubs!

Ghorepani à Birethani

Heute heißt es schon um 4 Uhr aufstehen, da wir den Sonnenaufgang am Poonhill bewundern wollen. Also geht’s bergauf mit vielen anderen Trekkern. Die Sicht ist aber auch heute leider nicht so gut, aber bspw. Annapurna I und South gibt’s zu bewundern. Der Weg nach Birethani beginnt sehr schön und abwechslungsreich, auf dem Weg von Ulleri und Tike gibt es aber 3.280 Treppen bergab zu bewältigen, natürlich alle irgendeine Größe, Breite, Tiefe,…ziemlich anstrengend für die Oberschenkel und meine anfälligen Knie machen da nicht so mit. Aber mit einem kleinen Aufbausaft geht’s dann auch weiter ;-)

Birethani à Pokhara

Am nächsten Morgen dann nur noch 30 Min laufen, dann in ein Taxi und zurück nach Pokhara und das war’s dann auch schon mit dem Trekken.

Alles in Allem ein superschöner Trek mit vielen tollen, unvergesslichen Erfahrungen, Begegnungen und Aussichten!




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